RS Lexikon


Wissenswertes über Rollläden und Sonnenschutz

Hier findet man viele interessante allgemeine Informationen

Du kannst das Glossar unter Verwendung des Index durchsuchen.

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A

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Ausbilder

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 15:16
 

Wer ausbilden darf, ist in der AEVO, Ausbilder-Eignungsverordnung vom 21. Januar 2009 geregelt. Voraussetzung ist die bestandene Ausbildereignungsprüfung sowie die fachliche und die persönliche Eignung. Wer einen Meisterbrief hat, hat mit Teil 4 automatisch die Ausbildereignungsprüfung abgelegt und erfüllt auch die fachliche Eignung. Die persönliche Eignung sollte selbstverständlich sein (oder sind hier Sittenstrolche?). Handwerksmeister dürfen sowohl gewerblich als auch kaufmännisch ausbilden!
Wer keine Meisterprüfung hat, kann praktisch bei jeder HWK und IHK und in jedem BTZ einen Kurs machen (ca. 120 Stunden, ca. 600,- EUR) und/oder die Prüfung ablegen (Prüfungsgebühr ca. 150,- EUR).

Ein interessantes Merkblatt hat die IHK Koblenz: 
http://www.ihk-koblenz.de/…/Merkblatt_und_Anlage_zur_Ausbil…
Wer Zweifel hat, ob er die fachlichen, die persönlichen aber auch räumliche etc. Bedingungen erfüllt (extra Toilette für die Azubine?) kann sich vertrauensvoll an einen Ausbildungsberater seiner HWK wenden und wird dort mit offenen Armen empfangen. Oft lassen sich ungeahnte Wege finden, z.B. Kooperation mit einem Kollegenbetrieb für bestimmte Ausbildungsinhalte.

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B

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Bachelor

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 16:22
 

Vielen ist gar nicht klar, dass die englischen Begriffe für ('Jung-)geselle' und 'Meister' nichts anderes sind als 'Bachelor' und 'Master'.
Was mich aber in der deutschen Sprache wundert, ist der große Unterschied in der Bedeutung von 'gesellig' und 'meisterlich'!?!

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Bafög

von Wolfgang Loester - Sonntag, 28. Februar 2016, 11:03
 

Mal eine gute Nachricht aus Berlin:

Meister-Bafög:
Mehr Geld vom Staat

Berlin (dpa). Angegende Handwerksmeister und Fachkräfte sollen mehr Geld vom Staat bekommen. Mit großer Mehrheit beschloss der Bundestag gestern deutliche Verbesserungen beim Meister-Bafög. So steigen unter anderem die Förderbeiträge für den Lebensunterhalt und die Lehrgangskosten, die Zuschläge für die Kinderbetreuung sowie der sogenannte Erfolgsbonus. Wurden bei einer erfolgreichen Prüfung bisher 25 Prozent des Darlehens für Prüfungs- und Lehrgangsgebühren erlassen, sollen es künftig 40 Prozent sein. Zudem wird die Förderung für Studienabbrecher und Bachelor-Absolventen geöffnet.
(Quelle: Die Rheinpfalz, 27.02.2016)

Auskünfte zum Meister-BAföG bekommt man bei seiner HWK und in den BTZ, die Meisterkurse veranstalten:
Ulm - Frau Witte: http://www.hwk-ulm.de/weiterbil…/weiterbildungsberatung.html
Wiesbaden - Frau Giersch: http://www.hwk-wiesbaden.de/…/dipl-betriebsw-annette-giersc…
und hier: http://www.meister-bafoeg.info/

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Betriebsassistent

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 15:09
 

Eine Berufsschule in Wiesbaden bietet für Azubis, die mindestens einen guten Realschulabschluss haben, eine Zusatzqualifikation parallel zur Berufsausbildung, zum/zur Betriebsassisten/in an. (Siehe Flyer in der Anlage). Damit kann die Handwerksausbildung attraktiver gemacht werden.

http://www.fes-wbn.de/79.0.html

Wenn sie Meister werden möchten, wird Betriebsassistenten der Teil 3 der Meisterprüfung erlassen.

Es gibt mindestens 2.100 weitere Möglichkeiten zur Zusatzqualifikation während und direkt nach der Berufsausbildung:

Zur Datenbank http://www.ausbildungplus.de/html/106.php

 

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Brandschutztore

von Wolfgang Loester - Sonntag, 28. Februar 2016, 11:12
 

... sind in der Brandschutzverordnung geregelt.

Monteure, Prüfer etc. müssen "sachkundig" sein

Näheres unter VdS Lehrgänge Brandschutztüren und Feststellanlagen.

http://vds.de/de/bildungszentrum-verlag/lehrgaenge/brandschutz/

 

 

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D

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DeltaR ΔR

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 16:37
 

Kaum jemand kann heutzutage ein hochwertiges Fenster verkaufen, ohne den Begriff "u-Wert" zu verwenden. Der ΔR-Wert dient dazu, aus dem u-Wert, den ein Fenster ALLEINE hat, den u-Wert des Fensters GEMEINSAM mit Rollladen, Jalousie, Markise, Rollo usw. zu berechnen und anzugeben.

Das Dreieck ist der griechische Buchstabe "Delta", der gewöhnlich für "Differenz" verwendet wird und R steht für den zusätzlichen Wärmedurchgangswiderstand (ähnlich "R" für den elektrischen Widerstand). Das Problem ist nämlich, dass u-Werte nicht einfach addiert oder subtrahiert oder multipliziert/dividiert werden können. Man kann aber aus dem u-Wert des Fensters den R-Wert des Fensters (genau genommen R-gesamt, also inkl. RSi und RSe) errechnen, indem man den Kehrwert bildet: R = 1/u-Wert. Zu diesem R-Wert addiert man einfach ΔR. Aus dem Ergebnis bildet man dann wieder den Kehrwert und hat damit den u-Wert des Fensters inkl. Abschluss.

Ein Beispiel: Ein hochwertiges Fenster mit "optimiertem" 3-fach-Isolierglas hat einen u-Wert von 0,8 W/m²K (vgl. TR 108, S. 13). Der R-Wert ist dann (1/0,8) 1,25 m²K/W. 
Dazu addiert man z.B. den ΔR eines PVC-Rollladens mit Luftdichtheitsklasse 5, also 0,265 m²K/W. Macht zusammen 1,515 m²K/W. Der Kehrwert daraus ergibt den u-Wert des Fensters mit geschlossenem Rollladen: 0,66 W/m²K. Man kann also selbst bei einem so hochentwickeltes Fenster unter gewissen Voraussetzungen den Wärmedurchgang um noch einmal 17% verringern.

Bis vor ein, zwei Jahren gab es nur sehr ungefähre Angaben darüber, wie ein Rollladen den u-Wert eines Fensters verbessert. Dank ΔR und TR 108 können wir heute die Verbesserung prozentgenau angeben, und zwar für jedes Fenster und für jeden Abschluss, innen oder außen.

ΔR ist von drei Faktoren abhängig. Vom Material des Behangs und von der Luftdichtheit (ggf. Porösität) und den strahlungstechnischen Eigenschaften des Behangs. Was mir dabei besonders gut gefällt: Es ist alles sehr einfach nachvollziehbar. D.h., im Gegensatz zur Windstabilität sind aufwendige Nachweisverfahren nicht erforderlich. Es gibt bis zu fünf Klassen für die Luftdichtheit und Pauschalwerte für Materialien. Die Zuordnung ist recht einfach. 

Was das bringt? Öft hört man einen Kunden sagen, er benötige keinen Rollladen, weil er sich für eine Fenster mit sehr geringem u-Wert - z.B. 0,8 W/m²K entschieden hat. Das Fenster ist dann nicht nur hochwertig, sondern sicher auch hochpreisig. Dem kann man jetzt sagen, er kann die Wirkung des Fensters um weitere 17% verbessern. Wenn man im gegebenen Beispiel Luftdichtheitsklasse 5 statt 3 anbietet, bedeutet alleine das schon eine Verbesserung um 5% (17% statt 12%). Der Unterschied zwischen Klasse 3 und Klasse 5 ist vom Aufwand her relativ gering: Führungen und Endleiste mit Dichtungen, Schlauchdichtungen am Kasteneinlauf. Das bedeutet, dass hier Argumente geliefert werden, für zusätzliche Wertschöpfung. (Weitere Rechenbeispiele in TR 108).

ΔR ist also nicht ein zusätzliches Problem, sondern ein Mittel, das man einsetzen kann, um zusätzlichen Umsatz/Gewinn zu generieren.

Das ist natürlich alles sehr verkürzt. Alles, was man wissen muss, steht sehr ausführlich in TR 108 vom BVRS.

 

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Dichtungen

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 13:34
 

Hersteller und Lieferant, auch für individuelle Dichtungen:

https://www.gfa-dichtungen.de

Dichtungen mit Antidehnungsfaden:

Warum Dichtungen in Fenster und Türen?

Wo haben Dichtungen eigentlich ihren Ursprung? Wir gehen zurück in das Jahr 1936. Damals fanden in Deutschland die Olympischen Spiele statt. Zu dieser Zeit entwickelte die Firma Schanz Stahlzargen mit einer Nut, in der ein Gummiprofil das Türblatt zum Rahmen hin abdichten sollte, um das Geräusch beim Schließen der Tür zu dämmen. Unter dem Namen "Olympia-Zarge" wurde diese Stahlzarge ein voller Erfolg und gab den Startschuss für alle Hersteller von Türen, Zargen mit eingebauter Dichtung herzustellen. Und noch heute zählt die damalige Dichtung der "Olympia-Zarge" zu den TOP 24 Stahlzargendichtungen.
 
Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre, als die ersten Stahl- und später Kunststofffenster gefertigt wurden - Aluminium kam erst später auf den Markt - , war die Ausstattung mit Dichtungsprofilen zur Selbstverständlichkeit geworden. Es dauerte bis Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, bis auch die Holzfensterhersteller erkannten, dass ihre Produkte ebenfalls Dichtungsprofile benötigen.

 

(Quelle: https://www.gfa-dichtungen.de/newsletter/gfa2015-12.html)

Welche Funktion übernehmen Dichtungen?

Dichtungen übernehmen eine Vielzahl von Funktionen in Bauelementen:

  • Geräuschdämmung: Verhinderung des Geräusches, das durch den Schlag von Flügel auf Rahmen beim Schließen entsteht.
  • Abdichtung der Bauelemente: Dadurch wird einerseits das Eindringen von kalter Luft, Wind oder Feuchtigkeit verhindert. Andererseits kann die Wärme nicht austreten, so dass keine Energie verschwendet wird.
  • Lärmschutz: Diese erfolgt meist durch den Einbau von zwei oder mehr Dichtungsebenen.
  • Ausgleich von Toleranzen sowohl im Bauelement als auch beim Einbau

Neben den Grundfunktionen können Dichtungen, je nach Anforderung, noch viel mehr leisten. Sie können beispielsweise feuerhemmend ausgerüstet sein, beflockt mit Gleiteigenschaft ausgerüstet oder selbstklebend sein. Diese Eigenschaften erläutern wir in einer der nächsten Ausgaben unseres Newsletters.

(Quelle: https://www.gfa-dichtungen.de/newsletter/gfa2015-12.html)

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Drehmomentangabe

von Wolfgang Loester - Sonntag, 4. Dezember 2016, 14:19
 

DIN EN 14202 (Abschlüsse - Gebrauchstauglichkeit von Rohr- und Blockmotoren - Anforderungen und Prüfverfahren; Deutsche Fassung EN 14202:2004) beschreibt, welche Bedingungen ein Antrieb erfüllen muss, damit er eine Drehmomentangabe wie zum Beispiel "06 Nm" tragen darf. Er muss in der Lage sein, exakt 6 Nm zu bringen, also in einer definierten Versuchsanordnung mit vorgegebenem Durchmesser eine entsprechende Last zu ziehen - nicht mehr und nicht weniger!


Das muss er allerdings 7.000 mal machen - 2m hoch und 2m runter.Die einzige Bedingung an die Leistung: Der Antrieb darf nach dem Dauertest für den Weg nach oben maximal 20% mehr Zeit brauchen, als im fabrikneuen Zustand.
Nirgendwo ist die Rede von einer "Leistungsreserve" oder dass die Geräuschentwicklung beim Ziehen geprüft werden muss.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich mich, nachdem ich mich zu Fuß eine Steigung hoch gequält habe, nicht gut fühle. Ich kann mir aber nicht vorstellen, welchen Schaden ein Antrieb nehmen könnte, wenn er sich beim Ziehen "quält!". Es schadet dem Antrieb nicht, wenn er an seine Grenzen geht, so lange er nicht stehen bleibt. Vorausgesetzt: Lager und andere Bauteile sind entsprechend ausgelegt. Der Rest funktioniert berührungslos.

Das Argument, dass Hersteller Kosten sparen wollen, indem sie schwächere Antriebe mit einer höherem Drehmoment labeln ist fadenscheinig. Wenn man sich mal genau anschaut, welcher materialmäßig Unterschied von einem Antrieb zum anderen der gleichen Reihe besteht, fragt man sich, wie die Preisunterschiede gerechtfertigt sind (oft geht es um ein paar Gramm Kupfer und andere Zahnräder). Es handelt sich um "politische" Preise, die sich eher am Gesamtgewicht des fertigen Antriebs orientieren, als am eingesetzten Material.

Das Arbeiten an der Leistungsgrenze schadet dem Antrieb nicht, aber das Überdimensionieren kann ihm schaden. Der Antrieb nimmt immer die gleiche elektrische Leistung auf - so um die 100 Watt, größere mehr, kleinere weniger. Den Teil, der aufgenommenen Leistung, den der Antrieb nicht in (Hebe-)Arbeit umsetzt, setzt er in Wärme um (siehe: Energieerhaltungssatz). Mit anderen Worten, je mehr ein Antrieb überdimensioniert wird, um so schneller wird er warm. Große Wärme schadet dem Antrieb aber auf Dauer mehr, als das Arbeiten im Grenzbereich - von anderen Einschränkungen ganz zu schweigen.

Daher sollte das Berechnen des Drehmoments immer möglichst exakt erfolgen und kein "Zitterzuschlag" gegeben werden. Wichtig ist es, die Reibung richtig abzuschätzen, wobei die Reibung in einer Rollladenanlage im Laufe der Jahre natürlich zunehmen kann. Für die Reibung gibt es aber Vorgabewerte (15% bei einem Behang). Die Drehmomentberechnung macht man am einfachsten mit den Apps der Hersteller, oder man übernimmt die Werte aus einer Tabelle, unter Berücksichtigung des entsprechenden Wellendurchmessers und des Panzergewichts. Meisterschüler berechnen das Drehmoment für einen einzigen Rollladen in einer halbstündigen Rechenaufgabe - und danach nie wieder so.

Es gibt keinen Grund, einen Zuschlag zum exakt ermittelten erforderlichen Drehmoment zu machen, aber es gibt Argumente, die dagegen sprechen.

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F

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Formelsammlung Meisterkurs

von Wolfgang Loester - Sonntag, 6. Mai 2018, 15:19
 

Einige Beispiele für die Formeln für Berechnung und Kalklation - zur Verfügung gestellt von me. Sven Cöllen.

Eingabelink: Formelsammlung Meisterkurs

H

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Holzjalousien

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 14:15
 
  • für innen und außen
  • für Wintergärten "Plafond"
  • für asymmetrische Fenster

aus

  • Holz
  • Bambus
  • Jute
  • Papier
  • und anderen natürlichen Materialien

SKIRPUS Holz-Außenjalousien 12

http://www.holzjalousien-fabrik.de

SKIRPUS Holzjalousien Fabrik

Prašiškių g. 53, 10 korp.,
Vilniaus rajonas, Riešės sen,
Litauen
LT-14259
E – mail: info@wooden-blinds.eu
SKYPE: skirpus,aleksandras

 

Eingabelink: Holzjalousien

M

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Meisterprüfung

von Wolfgang Loester - Sonntag, 24. Januar 2016, 08:19
 

Voraussetzung für die Meisterprüfung.

Voraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk sind eine bestandene Gesellenprüfung als Rolladen- und Jalousienbauer oder als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker. Aber auch eine bestandene Gesellenprüfung in einem anderen Handwerk wird anerkannt.

Es werden oft sogar andere Berufsausbildungen/abgeschlossenes Studium akzeptiert. Die Entscheidung trifft im Einzelfall die Handwerkskammer bei der der Prüfungsausschuss etabliert ist. Neben der HWK Ulm ist das vor allem die HWK Wiesbaden. (Es besteht freie Wahl, wo die Prüfung abgelegt wird - Es gibt keine Regelung bzgl. der Bundesländer). In Wiesbaden ist seit vielen Jahren Herr Gocke zuständig: http://www.hwk-wiesbaden.de/…/m-a-holger-gocke-44,0,dadetai… Er kümmert sich um die Zulassung und gibt im Einzelfall Auskunft, welche Möglichkeiten im Einzelfall bestehen. Da Teil 3 und 4 der Meisterprüfung oft bei der Heimat-HWK abgelegt werden, kümmert sich Herr Gocke auch um alles, was für die Übertragung (Freigabe) zur HWK-Wiesbaden erforderlich ist.

Wenn man bereits eine Meisterprüfung in einem anderen Handwerk abgelegt hat, muss man die Prüfungsteile 3 und 4 nicht mehr machen. Hat man keine andere Meisterprüfung aber z.B. schon den "alten" Betriebswirt im Handwerk oder etwas ähnliches (BWL-Studium und Abschluss etc.) oder einen "Ausbilderschein" oder ist "Betriebsassistent", können ebenfalls Prüfungsteile erlassen werden. Auch darüber kann Herr Gocke Auskunft geben.

KEINE Voraussetzung für die Meisterprüfung ist der Meisterkurs. Dort werden (mein Glück) auch keine Arbeiten geschrieben oder Noten gegeben. Wer mit oder ohne Kurs zur Prüfung antritt, hat drei Versuche, danach wird er nicht mehr zugelassen. Wenn man sich ausreichendes Wissen anderweitig angeeignet hat, kann man zur Prüfung antreten und bestehen.

Es gibt auch keine Anwesenheitspflicht für den Meisterkurs, was die Prüfung betrifft. Allerdings wird das Meister-BAföG immer interessanter, und das BAföG-Amt lässt sich Fehlzeiten mitteilen. Auskünfte zum Meister-BAföG bekommt man bei seiner HWK und in den BTZ, die Meisterkurse veranstalten:
Ulm - Frau Witte: http://www.hwk-ulm.de/weiterbil…/weiterbildungsberatung.html
Wiesbaden - Frau Giersch: http://www.hwk-wiesbaden.de/…/dipl-betriebsw-annette-giersc…
und hier: http://www.meister-bafoeg.info/

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PVC

von Wolfgang Loester - Montag, 24. Juli 2017, 09:18
 

Polyvinylchlorid (Kurzzeichen PVC) ist ein thermoplastisches Polymer, das durch Kettenpolymerisation aus dem Monomer Vinylchlorid hergestellt wird. PVC ist nach Polyethylen und Polypropylen das drittwichtigste Polymer für Kunststoffe. (Quelle: Wikipedia)

Man unterscheidet Hart-PVC und Weich-PVC. Für die R+S-Technik ist vor allem Hart-PVC interessant. Es wird für die Herstellung von Rollladen- und Fensterprofilen verwendet. Auch die legendäre "Vinylplatte" (Schallplatten) ist aus Hart-PVC. Im Gegensatz zu Hart-PVC enthält Weich-PVC Weichmacher, um es elastisch zu machen. Wir kennen es von Kabelummantelungen und Bodenbelägen.

Das internationale Kurzzeichen für Hart-PVC ist PVC-U (U für englisch 'unplasticized' - auch uPVC). Weich-PVC hat das Kurzzeichen PVC-P (P für engl. plasticized) "Weich-PVC enthält bis zu 40 Prozent Weichmacher; Hart-PVC enthält grundsätzlich keinen Weichmacher." (Wikpedia) (Eine Definition für die Bezeichnung PVC-UE habe ich bislang noch nicht gefunden.)

Weichmachern setzt man dem PVC-P zu um es weich und nachgiebig zu machen. Siehe PVC-Kabelummantelung. Typische Weichmacher sind vor allem Phthalsäureester und seltener Chlorparaffine, Adipinsäureester und Phosphorsäureester. Die Weichmacher lagern sich zwischen die Molekülketten des PVC ein und lockern dadurch das Gefüge. Die Weichmacher sind aber nicht dauerhaft eingelagert. Vor allem unter UV-Einfluss verlieren sie ihre Wirkung. Einer der Gründe, warum Rollladen und Fensterprofile weichmacherfrei sein müssen, weil sie üblicherweise permanenter UV Strahlung durch das Sonnenlicht ausgesetzt sind.

PVC ist ein typisches Thermoplast. Das heisst es kann durch Wärme immer wieder umgeformt werden. Die Temperaturen dabei sind 160°C bis 200°C. Bei 260°C lässt sich PVC schweißen, was bei der Eckverbindung bei Klappladenflügeln und Fensterrahmen angewendet wird.

Da PVC an sich spröde ist, werden die Eigenschaften durch Aditive verbessert. In erster Linie werden Stabilisatoren und Additive zur Verbesserung der Schlagzähigkeit eingesetzt. Aber auch Temperatur-, Licht- und Wetterbeständigkeit sowie die Zähigkeit, Elastizität und die Kerbschlagzähigkeit lassen sich positive beeinflussen.

PVC-U lässt sich relativ unproblematisch entsorgen. Im Gegensatz zu PVC-E, das die teils giftigen Weichmacher abgeben kann, ist PVC-U weitestgehend in der Umwelt ungiftig. Deponierung ist allerdings eine Vergeudung von Rohstoffen. PVC lässt sich als Thermoplast sehr gut recyclen (downcyclen). Thermische Verwertung ist möglich, allerdings ist der Brennwert relativ gering. Bei der Verbrennung von PVC wird Chlorwasserstoff an die Luft abgegeben. Daraus kann zusammen mit Wasser Salzsäure entstehen. Auch Additive, vor allem solche, die bleihaltig sind, können bei der Verbrennung giftig Stoffe ergeben, weshalb aufwändige Filtertechnik erforderlich ist. PVC darf nicht einfach in einen Ofen geworfen werden!

Die Anforderungen an PVC-U sind in der DIN EN 13245-2:2010-11: Kunststoffe - Profile aus weichmacherfreiem Polyvinylchlorid (PVC-U) für die Anwendung im Bauwesen - Teil 2: Profile aus PVC-U und Profile aus PVC-UE für (...) Außenanwendungen; Deutsche Fassung EN 13245-2:2008 + AC:2009 beschrieben, auf die auch in der Norm DIN EN 13659 für äußere Abschlüsse Bezug genommen wird.

(me. W. Löster)

Schlagwörter:
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S

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SLS (DMLS) Selektives Lasersintern (Direktes Metall Lasersintern)

von Wolfgang Loester - Sonntag, 15. Juli 2018, 15:18
 

Da der industrielle 3D-Druck weiterhin eine Vorreiterrolle in der digitalen Fertigung einnimmt, ist das Direktes Metall Lasersintern (DMLS) eine der faszinierendsten und „bahnbrechenden“ Technologien auf diesem Gebiet.

DMLS ist heute einer der wichtigsten Prozesse für Konstrukteure, die eine schnelle Produktion von hochkomplexen Metallprototypen und Endanwendungen anstreben. Aber wie funktioniert es? Und wie kann Ihr Projekt die Technologie voll ausnutzen? In diesem Video wird der DMLS-Prozess in einer einfachen Animation, zusammen mit einer Einführung in die DMLS-Richtlinien von Protolabs gezeigt, um die Herstellbarkeit von Teilen zu verbessern. (Text: protolabs.de)

Video dazu:

http://plcrm.protolabs.com/e/34442/-pl-utm-content-3dp-vid8-video/zjcgln/617781061

Eingabelink: SLS (DMLS) Selektives Lasersintern (Direktes Metall Lasersintern)

T

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Thermoholz

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 14:21
 

SKIRPUS Holzjalousien Fabrik -Thermoholz

Die Thermobehandlung von Holz ist eine perfekte Lösung für Außenjalousien, von Holz-Schiebelementen, für Fassadenverkleidungen aus Holz, Klappläden, praktisch für alle Holzelemente im Außenbereich.
Bei der Thermobehandlung wird mit Hilfe von hoher Wärme und Dampf die Haltbarkeit des Holzes entscheidend erhöht.

Dieser Vorgang kann zwischen 48 und 96 Stunden in Anspruch nehmen. Die Zeit ist abhängig von der Holzart.

Durch den hohen Temperaturen werden Stoffe die den Lebenszylus des Holzes wesentlich beeinflussen, wie z.B. Glucose, Zitronensäure und Harz, beseitigt oder kristallisiert. Durch dieses Verfahren werden die physikalischen Eigenschaften des Holzes verbessert und als Nebeneffekt erhalten wir eine sehr ansprechende Farbe des Holzes.

Des Weiteren wird durch den Entzug der Feuchtigkeit das Holz stabilisiert.

(Quelle: www.holzjalousien-fabrik.de)

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W

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Welle

von Wolfgang Loester - Montag, 28. Dezember 2015, 16:17
 

Die üblichste Welle im Rollladenbau ist die Achtkantwelle. Und unter den Achtkantwellen dürfte die SW 60 * 0,6 die gängiste sein. "SW" steht für "Schlüsselweite. "60" ist eine Schlüsselweite von 60 mm und das "0,6" steht für die Materialstärke. Doch wo wird die Schlüsselweite gemessen?

Grundsätzlich gilt: Gemessen wird die "Neutrale Faser" - aber: Um es mit den Worten eines hessischen Wellenherstellers zu sagen: Brezeln sinn aa unnerschiedlich un wern drotzdem gegesse.

Will sagen: Es gibt keine Norm und offiziell keine Toleranzen. Irgendwie müssen halt die Adapter, Kapseln und Zubehörteile passen. Das Problem ist, dass schon das Ausgangsmaterial sehr unterschiedlich ausfallen kann. Hersteller, wie Eckermann GmbH müssen sich mit Dickentoleranzen von plus/minus 10% beim Blech abfinden. Beim Herstellungsprozess wird das Material dann extrem "vergewaltigt". Man muss sich wundern, dass trotzdem sowas wie ein Oktagon dabei heraus kommt. Übrigens macht den größten Teil vom Einkaufspreis von Blechwellen nicht das Material und nicht die Bearbeitung, sondern der Transport zum Rolladenbauer aus. Es ist ein Cent-Artikel.
Trotz einiger Erfahrung kann es passieren, dass mehr als hundert Meter frisch verformten Blechs direkt in der Schrottkiste landen, wenn die Abweichungen von der Idealform doch zu groß sind. Toleranzen von maximal 0,2 mm, wie sie Industriebetriebe verlangen sind überhaupt nicht einzuhalten.

Im Wiesbadener Meisterkurs haben wir das Sollgewicht einer SW60*0,6 ermittelt. Ich fand es spannend, was man mit einem dermaßen banalen Zubehörartikel alles anstellen kann, wenn man beginnt, den Dingen auf den Grund zu gehen: Wir haben versucht, die Abwicklung zu ermitteln, dazu muss man wissen, wie Biegeradien berechnet werden. Die Stanzungen (Flächenberechnung) haben wir als Prozentwert abgezogen. Über das Volumen des Mantels und das spezifische Gewicht von Baustahl (7,85 kg/m³) haben wir das Sollgewicht ermittelt, das per Dreitsatz auf jede Länge festgelegt und mit Hilfe einer Briefwaage überprüft werden kann.
Thomas Eckermann hat uns bestätigt, dass wir gar nicht so falsch lagen. 
Offiziell beträgt das Gewicht eines lfdm SW60*0,6 0,98 kg ... und freihändig zeichnen kann man damit auch üben....

Viele weitere Informationen zur Welle: http://rs-kompetenzzentrum.de/download/

Eingabelink: Welle


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